Saal-Digital Fotobuch Test

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Da ich als Hochzeitsfotograf ja auch des öfteren Fotobücher bestelle, habe ich mir mal wieder ein Demobuch bestellt.

Es war nicht mein erstes Buch bei Saal-Digital. Und sicher auch nicht das Letzte!

Die Software & Bestellvorgang

Als erstes muss man sich mit dem Thema "Wie erstelle ich das Buch am besten?" auseinandersetzen. Saal-Digital bietet da so ziemlich jede Möglichkeit, die einem in den Sinn kommt. Als professioneller Anwender kann man mit der Lieblingssoftware, wie InDesign, Photoshop, QuarkXPress oder auch direkt mit Lightroom, das Buch erstellen. Wichtig ist nur, dass man es als PDF,JPG oder TIFF ausgibt. Dann besteht die Möglichkeit die fertigen Seiten (auch gezippt) einfach in den Webshop hochzuladen. Das funktioniert bis 1,8 GB Gesamtgröße. 

Alle nötigen Maße findet man auf der Saal-Digital Webseite im Profibereich. 

Ich habe mich aber in meinem Test darauf beschränkt die eigene Saal-Digital Software zu nutzen. Im Nachhinein bin ich sogar froh darüber. Denn es ist wirklich super einfach, schnell und ich habe kaum etwas vermisst, das ich nur in InDesign oder Photoshop hätte machen können. Ich habe mir nur für das Coverbild einen weißen Streifen mit 50% Deckkraft in Photoshop gebaut um diesen hinter den Namen zu legen. Diese Möglichkeit habe ich in der Saal-Digital Software nicht gefunden. 

Zum genauen Designprozess lässt sich folgendes sagen: Es gibt jede Menge Vorlagen in allen möglichen Variationen. Aber fangen wir mal vorne an. Zunächst muss man sich natürlich überlegen welches Format das Buch haben soll. Es gibt 6 verschiedene Größen. Dann kann man beim Cover zwischen Matt & Glänzend wählen. Die Oberfläche der Seiten kann man dann separat wählen. Es geht also auch ein mattes Hardcover & Ganzseiten. Es ist aber noch nicht einmal so wichtig, dass man sich das vorher überlegt. Man kann jederzeit mit einem Klick auf "Artikel umwandeln" das Seitenfinish ändern. Aber besser vorher das Buch abspeichern. Wenn man beim Umwandeln vergisst die richtige Seitenanzahl einzustellen, kann es passieren, dass Seiten fehlen. Da würde ich mir eine Überprüfung wünschen. Nur über das Format sollte man sich vorab im Klaren sein. Denn sonst wird man das meiste wieder neu layouten müssen. 

Die Bildauswahl habe ich in Lightroom vorgenommen und alle Bilder in voller Auflösung aus LR exportiert. In der Saal-Digital Software kann man dann den Ordner anwählen und bekommt die Bilder als Miniaturen angezeigt. Sogar die Sternbewertungen aus LR werden übernommen ,wenn man in LR die Metadaten mit exportiert. Man kann dann das Buch automatisch befüllen lassen. Ist vielleicht interessant für Urlaubsalben, bei denen man nicht Stunden für das designen des Buches opfern möchte. Ich habe diese Möglichkeit allerdings nicht getestet, sondern das Buch selber entworfen. 

Man bekommt angezeigt, welches Bild man schon verwendet hat oder welches bereits mehrfach im Buch zu sehen ist. Dazu sieht man den "bösen" Bereich des Buches, der nämlich bei der Produktion weggeschnitten wird. Man sollte natürlich drauf achten, nichts Wichtiges in diesem Bereich zu platzieren. Angeschnittene Köpfe kann man so gut vermeiden.

Ich habe größtenteils die Seitenvorlagen genutzt. Teilweise habe ich diese dann etwas angepasst. Je nachdem, wie es mit den Bildern gepasst hat. Mir sagt schlichtes Design sowieso viel besser zu wie ein zu verspieltes. Ich hätte es in InDesign auch nicht anders gemacht. Von daher war die Software für mich super. Es fehlt wirklich nicht mehr viel.

Wenn man dann alles doppelt und dreifach durchgeguckt hat (man will ja keine Fehler im Buch haben) gehts ab zum Bestellvorgang. Das Ganze ist auch sehr einfach aufgebaut. Die Software merkt sich die persönlichen Daten für einen weiteren Bestellvorgang. Man kann auch eine Packstation als Lieferadresse auswählen und einen Gutscheincode eingeben. Dazu noch ein Tipp von mir: Saal-Digital hat ziemlich oft Gutscheinaktionen, sodass man fast nie den normalen Preis für ein Buch zahlen muss. Diese Aktionen werden aber auch direkt in der Software angezeigt. Kann man fast nicht übersehen ;)
Wenn man dann endgültig auf "bestellen" klickt, wird das Buch verarbeitet und direkt an Saal-Digital online versandt. Wie lange das dauert ist natürlich von der Internetgeschwindigkeit abhängig, genauer gesagt von der Uploadgeschwindigkeit. Bei mir hat es ca. 15 Minuten gedauert, habe aber auch nicht dabei zugeguckt. Es ging mit 5Mbit/s Uploadspeed zumindest flott genug. 

Und jetzt hieß es warten. Ich habe Abends bestellt, somit ist das Buch erst am nächsten Tag produziert worden. Wenn man vor 12 Uhr mittags bestellt, stehen die Chancen gut, dass das Buch noch am selben Tag produziert & verschickt wird.

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Das fertige Buch

Das Buch war also sehr flott angekommen; es hat inkl. Postweg vom Absenden der Bestellung bis zum Klingeln des DHL Boten nur ca. 36 Stunden gedauert. Der erste Eindruck war super. Tolle Qualität der Bilder auf schönem dicken Fotopapier. Die Bilder werden auf echtem Fotopapier ausbelichtet und dann zusammengeklebt und geschnitten. Farben sind so wie ich es am Monitor gesehen habe. Ich habe einen farbkalibrierten Monitor; das gilt als Vorraussetzung dafür. Es war nicht mehr weggeschnitten, als es in der Software angezeigt worden war. Sehr, sehr schön ist die moderne Bindung. Man braucht wirklich keine Bedenken haben, dass etwas in der Buchfalz verschwindet. Wenn das Buch aufgeklappt ist, liegen die Seiten fast plan auf. Fingerabdrücke sieht man auch nicht so schnell. Es gibt es wesentlich empfindlichere Oberflächen. (Ich habe das Cover und die Seiten glänzend bestellt.)

Aber wo viel Licht, da ist auch etwas Schatten. Das Cover gefällt mir persönlich nicht ganz so gut. Es hat so eine wellige, hammerschlag-ähnliche Oberfläche. Das sieht man, sobald das Cover im Licht reflektiert. Das ist vielleicht beim matten Cover besser; konnte ich aber nicht vergleichen. Dann hat mein Buch einen kleinen Fehler auf der ersten Seite, der für mich etwas nach Kleberesten aussieht. (Das ist auch auf den Bildern unten zu sehen.) Vielleicht werde ich es noch reklamieren.
Außerdem ist es nicht so schön, wenn die erste Seite bedruckt ist. Diese sollte man besser leer lassen. Ich würde mir in der Software einen Hinweis dazu wünschen. Noch besser wäre es, wenn man die Seite gar nicht erst bedrucken könnte. Das Wissen hat man halt erst nach der ersten Bestellung oder nach dem Lesen eines Testberichtes :)


Entschuldigt bitte die nicht so guten Bilder vom Buch. Ich habe zu Hause kein Studio und bin auch kein Produktfotograf :)

Fazit

Das Buch gehört eindeutig zu den Preis-Leistungs-Giganten im Web. Für den Preis bekommt man, meiner Meinung nach, keine bessere Qualität und Service. Klar, besser geht, aber dann für den 3-4 fachen Preis. Das muss man erst einmal ausgeben wollen. Also, weiter so Saal-Digital, ich freue mich auf eine schönere Cover-Oberfläche. Lasst euch was einfallen!

Weitere Infos gibt es direkt auf der Saal-Digital Seite.